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Kath. Kirchengemeinde St. Brictius
Wallfahrtsort Eggerode
Marienplatz 2
48624 Schöppingen-Eggerode
02545 / 580

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Historie von Eggerode und der Wallfahrt in Eggerode

Der Ursprung Eggerodes geht zurück auf eine germanische Kultstätte des Schwertgottes Tiu. Daher der Name: eggium = zweischneidiges Schwert und rodde = gerodetes Land. Der Name Eggerode wird erstmals im Jahr 1151 im Heberegister des Augustiner-Chorfrauen-Stiftes Asbeck erwähnt.

Das Marienbild - eine thronende Madonna aus Holz in byzantinischem Stil - ist in seinem ursprünglichen Zustand erhalten, es wurde nur im Laufe der Jahrhunderte mit Krone und Zepter geschmückt. Die Marienfigur befindet sich in der Eggeroder Gnadenkapelle aus dem Jahre 1843. Die 70 Zentimeter hohe, farbig gefasste Holzskulptur zeigt eine byzantinische Madonna mit sanft geneigtem Kopf. Die Mutter Gottes erscheint hier als Königin, auf dem Thron sitzend, Jesus auf dem Schoß, in der rechten Hand ein Zepter. Maria und das Jesuskind tragen reich verzierte Kronen. In der Familie Stryck wurde die Jungfrau Maria sehr verehrt. Die Madonnenskulptur wurde vermutlich aus einem der Kreuzzüge (1096-1270) von einem Mitglied der Adelsfamilie mitgebracht. 
Die erste urkundliche Erwähnung der Wallfahrt stammt aus dem Jahr 1338, als Papst Benedikt XII. den Pilgern einen Ablass von 12 x 40 Tagen gewährte. Somit konnte Eggerode im Jahr 2013 sein 675-jähriges Wallfahrtsjubiläum feiern. Somit ist Eggerode der zweitälteste Wallfahrtsort im Bistum Münster.
Die Gnadenkapelle wurde im Jahr 1951 durch einen Choranbau und 1992 durch den Bau der Kerzenkapelle vergrößert.

Mit dem Bau der Pfarrkirche im 12. Jahrhundert entwickelte sich eine selbstständige Pfarrei. Die Ritter von Ekkenroth, genannt Stryck, gründeten auf dem Haupthof ihrer Besitzungen eine Eigenkirche. Die erste Nennung Eggerodes als selbstständige Pfarrei findet sich im Jahr 1313 im Register der Kirchen und Benefizen im Bistum Münster.
Die Kirche St. Mara Geburt besteht aus drei Bauabschnitten. Der älteste Teil ist der Turm mit gotischem Treppengiebel, der Chorraum stammt aus dem 19. Jahrhundert, die anderen Teile wurden 1957 erbaut. In der Kirche finden Sie einen romanischen Taufstein aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und den Hochaltar aus der Zeit um 1680 sowie mehrere nicht unbedeutende bildliche Darstellungen.

Weiterhin sehenswert sind der Marienbrunnen im Herzen von Eggerode sowie der Kreuzweg, welcher 1961 in der Nähe der Kirche rund um ein freies Feld errichtet wurde.

Neben der alten Kunst ist in Eggerode auch neue Kunst zu sehen. Die "Vechtesteine" von Walter Wittek seitlich des Freialtares sowie das "vertikale Kreuzprofil" des Eggeroder Künstlers Alfons Körbel am Kreuzweg runden das Angebot für die kunstinteressierten Wallfahrer in Eggerode ab.

Im Jahre 2013 wurden die Gemeinde St. Mariä Geburt, Eggerode und St. Brictius, Schöppingen auf Beschluss des Bischofs von Münster ,Dr. Felix Genn, zur neuen Kirchengemeinde St. Brictius, Schöppingen zusammengeschlossen.